Herzliche Einladung zum "Heimspiel" - einer Ausstellung von 5 Künstlern vom Vorstand des Kunstforums am 7.6. und anschließend zum 'Sommerfeschtle' am 27.6. um die Kapelle!


Das Kunstforum Weil der Stadt plant außerhalb seines bereits veröffentlichten Jahresprogramms eine zusätzliche Ausstellung, in gewisser Weise eine sommerliche Zugabe in Verbindung mit einem „Sommerfeschtle“.
Die Ausstellung ist mit „HEIMSPIEL – Fünf vom Kunstforum“ betitelt und zeigt Positionen von künstlerisch Aktiven im Vorstand und Beirat des Weil der Städter Kunstvereins: Malerei, Fotografie, sowie Künstlerbücher und räumliche plastische Objekte.
Steffi R. Cramer, die seit vielen Jahren im künstlerischen Beirat und der Organisation des Kunstforums tätig ist, zeigt als gelernte Fotografin fotografische Arbeiten.
In ihren „Häutungen“ präpariert die Künstlerin Fruchthäute und fertigt daraus mittels Lichts fotografische Bildunikate. Ihre Arbeiten zeigen Häute von Früchten, Strukturen und Farben von durchleuchteten Fruchthäuten, dabei wirken die vergrößerten und halbtransparenten Ausschnitte wie völlig freie Kompositionen. Ihre „Spraypaints“ wiederum basieren auf diesen Arbeiten: Prägnante Formen und Faltungen von Fruchthautschichten werden malerisch auf Folien projiziert und auf Spraymasken übertragen, mit schematischen, zeichnerischen Darstellungen von floralen Zellstrukturen aus dem mikroskopischen Kosmos ergänzt und „gesprayt“.
Susanne von Eltz aus Schafhausen, künstlerisch tätig, unterrichtete dort viele Jahre in der Grundschule als Lehrerin und ist Gründungsmitglied des Kunstforums.
Sie zeigt Malerei. Die Bilder wirken wie Versteinerungen von Farnen und Schnecken und anderen Naturformen. Sie sind in ihrer Oberfläche zerkratzt, rau und häufig auch farblich monochrom. Gesteinsmehl, Erdpigmente, vermischt mit Eitempera sind die Malmaterialien. Sie ergeben einen Farbteig, der auf Holzplatten aufgetragen wird, um dann mit Pinsel, Spachtel und Messer die Motive aus der Oberfläche herauszuarbeiten.
Franziska Heyder, die erst seit wenigen Jahren im Kunstforum aktiv ist, ist Absolventin der Kunstakademie und unterrichtet Kunst. Sie ist derzeit zweite Vorsitzende des Vereins.
Ein Großteil ihrer Arbeiten für die Ausstellung entstand, wie sie sagt, in den Sommertagen im kargen Alpenvorland der Provence. Die heißen Tage Anfang August trocknen die übrig gebliebenen Pflanzen aus. Die Farben verändern sich, Strukturen dominieren. Spitze Stacheln, Nadeln, Dornen, auch verbrannte Sonnenblumen werden mit harter Tusche-Feder in das weiche Papier gekratzt und mit verschiedenen Materialien ergänzt. Gelegentlich finden auch Naturmaterialien den Weg direkt ins Bild, auch der Zufall spielt bei der Gestaltung eine Rolle. Eine Wohltat mögen für manche dagegen die mit sanften Tönen in Eitempera gemalte Serie der Hortensien sein, in denen allerdings auch Vergängliches anklingt.
Silvia Tanczos-Lückge ist seit einigen Jahren erste Vorsitzende des Kunstforums.
Seit gut 20 Jahren ist sie als engagierte Autodidaktin aktiv. Sie malt mit Acrylfarben, experimentiert dabei auch mit verschiedenen Materialien wie Sand, Marmormehl, Spachtelmasse, Collagematerial, Tusche und zuletzt auch Bitumen und Wachs. Bei ihren überwiegend abstrakten Bildern überlässt sie manches dem Zufall und der Inspiration aus der eigenen lebhaften Ideenwelt sowie der momentanen Stimmung. Meist sind die Bilder nicht geplant, sondern entstehen aus dem Experiment mit Form und Farbe. Thematisch ist sie immer offen für neue Ideen und Ausdrucksformen.
Horst Peter Schlotter wohnt und arbeitet seit Jahrzehnten in Münklingen und gab 1994 mit den Anstoß zur Gründung des Kunstvereins.
Er arbeitet vorwiegend in den bildnerischen Bereichen Malerei, Zeichnung, Mischtechnik/Collage und Druckgrafik. Daneben schuf er auch Plastiken aus Bronze, Skulpturen aus Holz, Objekte aus verschiedenen Materialien, sowie Rauminstallationen. Ein wichtiger Werkaspekt sind seine Künstlerbücher, die er seit rund 40 Jahren kontinuierlich füllt. Bei der Malerei handelt es sich um mit Acrylbinder verarbeitete Pigmente auf Leinwand oder Nessel. Motive sind oft Gegenstände wie Schalen, was seine Bilder meist der Gattung Stillleben verwandt erscheinen lässt. Er ist Absolvent der Kunstakademie Stuttgart und Mitglied des Künstlerbunds Baden-Württemberg und stellt Bilder, plastische Arbeiten und Künstlerbücher aus.